Sunday, 27 November 2011

Bäume Irlands - 2.Teil



Irland hat eine geringere Anzahl von heimischen Baumarten als Großbritannien. Das hängt mit dem Ausbreitung der Bäume vom europäischen Festland her nach der letzten Eiszeit (vor ca. 10.000 Jahren) zusammen. Die Samen der Bäume wie Hasel und Eiche wurden von Vögeln und anderen Tieren über eine Landbrücke nach Irland transportiert. Dem hingegen waren die Samen von anderen Bäumen wie Weide und Birke, so leicht, dass sie vom Wind nach Irland verweht wurden. Die ersten Bäume waren Wacholder, Birken, Hasel und schottische Kiefer. Sie wuchsen wild und konnten sich ganz natürlich ohne äußere Eingriffe entfalten. Einzelne Waldlandschaften bestehend aus Eiche, Eibe, Esche, Kiefer, Erle, Ulme und Weide entwickelten sich in ganz Irland vor ca. 7.000 bis 5.500 Jahren und überzogen dann die Insel mit einem Flickenteppich an Wäldern.

Mit den ersten Bauern wurden auch die ersten Bäume gefällt. Man brauchte Platz für Weideland. Später, im Zuge der Industrialisierung, wurden weitere Waldflächen abgeholzt, weil man Holz für z. B. den Schiffs- und Straßenbau brauchte. Nur 9% der Insel Irland besteht heute noch aus Wald und dabei handelt es sich größtenteils um nicht heimische Koniferen (Tannen).

 
Bäume waren und sind ein Geschenk der Mutter Natur an alle Lebewesen. In Verbindung mit den umgebenden Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroben konnte ein Ökosystem entstehen, das für Menschen und Tiere gleichermaßen wichtig war. So lieferten die Bäume damals wie heute Nahrung, Unterschlupf und Schutz aber auch Sauerstoff.

 


 
Einige der Bäume wurden wegen ihrer magischen Kräfte von irischen Urahnen verehrt. Die Menschen wertschätzten Bäume und stellten sogar Regeln auf, wie Bäume zu schützen waren. Beschädigungen von Bäumen, wie z. B. unerlaubtes Schneiden eines Baumes wurde ernsthaft bestraft. Die alten Gesetze, welche die Bäume schützten, leben zum Teil heute noch fort. So sagt man, dass es Unglück bringt einen Weißdorn abzuschneiden, weil die Feen diesen Baum beanspruchen.

Dem alten irischen Glauben zu Folge wird Irland von 5 Bäumen geschützt: 3x Esche, 1x Eiche und 1x Eibe. Der Legende nach hat der heilige St. Patrick (der Schutzpatron der Insel Irland) die Schlangen von der Insel mit einem Stock aus dem Holz einer Esche vertrieben.

1 comment:

  1. Wunderschön - Der Anblick alleine macht glücklich

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